Die Geschichte der Hamburger U-Bahn
Die Jahre 1990 - 2011


Neue Strecken und ein Linientausch

1891 - 1912 1912 - 1919 1920 - 1934 1934 - 1945 1945 - 1949
1950 - 1959 1960 - 1966 1967 - 1972 1973 - 1989 1990 - 2011
2012 - 2014        

1990

Anfang 1990 ZuFaSa anstatt HW
Seit Anfang des Jahres geht die Hochbahn zum ZuFaSa-Betrieb über. So wurde zunächst die U2 zwischen Niendorf-Markt und Gänsemarkt auf die ZugFahrerSelbstAbfertigung umgestellt. Hierzu wurden alle ertüchtigten DT-2E mit Bildschirmen im Fahrerstand versehen, über die der Fahrer den Bahnsteig überblicken kann. Die DT-4 haben diesen Bildschirm ohnehin. Die stationären Kameras übertragen die Bilder mittels eines Kupferrohres im Gleis als Antenne an den Zug. Der Haltestellenwärter wird auf diesen Stationen nicht mehr benötigt. Die neuen Stationen Hagendeel und Niendorf-Markt wurden bislang von der Streckenzentrale Hagenbecks Tierpark aus abgefertigt, dort hat es also nie HWs gegeben.

Sommer 1990 Barrierefreiheit
Die Hochbahn beschließt ein Umbauprogramm für 19 Haltestellen. Sie sollen mit Aufzügen und teilerhöhten Bahnsteigen barrierefrei werden, so dass auch in der Mobilität eingeschränkte Mitbürger die U-Bahn nutzen können. Hierfür sind 40 Millionen DM eingeplant worden. Wie ein teilerhöhter Bahnsteig aussehen soll, kann man seit einiger Zeit an der Saarlandstraße sehen, wo eine Bahnsteigkante entsprechend umgebaut wurde. Folgende Stationen sollen bis 1992 entsprechend umgebaut werden:
Messehallen, Hauptbahnhof-Süd, Wartenau, Lübecker Straße, Barmbek, Langenhorn Markt, Hoisbüttel, Großhansdorf, Billstedt, Hagenbecks Tierpark, Lattenkamp, Sengelmannstraße, Borgweg, Dehnhaide, Farmsen, Wandsbeker Chaussee und Schlump. In Kürze wird der Umbau an der Haltestelle Fuhlsbüttel abgeschlossen. Dort gibt es nun einen zusätzlichen Aufzug zum Bahnsteig, sowie Blindenleitstreifen auf einem erhöhten Bahnsteig.


Teilerhöhter und somit barrierefreier Bahnsteig an der Saarlandstraße

29. September 1990

U3 Billstedter U-Bahn erreicht Mümmelmannsberg
Merkenstraße - Mümmelmannsberg eröffnet

Die U3 wurde um zwei Stationen ab Merkenstraße verlängert. Es ist die erste Erweiterung seit Mai 1970. Schon damals war der Weiterbau mittelfristig vorgesehen. Die Strecke folgt ab Merkenstraße der Möllner Landstraße und verlässt diese in Höhe des neuen Bahnhofs Steinfurther Allee. Danach beginnt eine im Schildvortrieb gebaute Strecke in großer Tiefe, um die Autobahn und weitere Wohngebiete zu unterqueren. Besonderheit und neu in Hamburg ist, dass die Röhre einen derartigen Durchmesser hat, dass beide Gleise Platz finden. Von Norden kommend erreicht die neue U-Bahn den Endbahnhof Mümmelmannsberg, der unter der Kandinskyallee angelegt wurde. Beide neue Stationen wurden als Mehrzweckbauten für den Zivilschutz ausgeführt. Langfristig ist eine Weiterführung dieser U-Bahnstrecke Richtung Boberg und Lohbrügge denkbar.


Die neue postmoderne Station Mümmelmannsberg


Steinfurther Allee erhielt zwei Seitenbahnsteige

1991

10. März 1991

U2 Niendorfer U-Bahn fertig
Niendorf-Markt - Niendorf-Nord eröffnet

Mit einem Volksfest wurde der zweite und letzte Abschnitt der Niendorfer U-Bahn eröffnet. Die Strecke beginnt am Niendorfer Markt unter dem Tibarg und folgt von dort aus durchgängig der Paul-Sorge-Straße bis zu deren Ende am Nordalbingerweg. Die Strecke umfasst drei neue Stationen, die alle als Mehrzweckbauwerk ausgeführt wurden. Während die Endstation namens Niendorf-Nord einen Mittelbahnsteig erhielt, bekamen die beiden Zwischenhalte Schippelsweg und Joachim-Mähl-Straße zwei Seitenbahnsteige. Die Station Niendorf-Nord sollte eigentlich Nordalbingerweg heißen. Die Strecke wurde in die U2 eingebunden, die von hier nach Wandsbek-Gartenstadt fährt. Mit Fertigstellung dieser Strecke ist der U-Bahnbau in Hamburg wieder zum Erliegen gekommen. Sehr konkret hingegen ist die Verlängerung der U1 in das neue Zentrum von Norderstedt.


Naturverbundene Gestaltung der Niendorfer U-Bahnhöfe: hier Niendorf-Nord


Joachim-Mähl-Straße


Schippelsweg


Das U-Bahnnetz mit den neuen Strecken nach Niendorf-Nord und Mümmelmannsberg

Mai 1991 Letzter DT-1 ausgemustert, DT-4.1 komplett
Die letzten Vertreter der 1958/59 gebauten DT-1er wurden abgestellt. Dies wurde möglich, nachdem 30 Fahrzeuge der neuen Bauart DT-4 im Fahrgasteinsatz stehen. Die 30 DT-4 bestehen aus 120 Einzelwagen, womit der Bestand bereits jetzt größer ist, als er beim DT-1 je war. Selbst der Mehrbedarf durch die Streckenverlängerungen konnte mit den neuen Zügen aufgefangen werden. Da kein anderer Verkehrsbetrieb Interesse an diesen Zügen hat, entschloss sich die Hochbahn, die Züge an Schrotthändler zwecks Verschrottung abzugeben. Lediglich drei Einheiten werden behalten und im Gleisnetz zur musealen Erhaltung abgestellt. Weiter gibt es zwei Einheiten, die zu Arbeitszügen umgebaut wurden und ihrerseits ältere T-Wagen ersetzt haben, die ausgemustert wurden. Das neue Nummernschema sah für die DT-1er den Nummernkreis von 501 bis 550 vor, allerdings hat kein Zug diese neuen Nummern erhalten. Bis zum Schluss behielten die Züge die 1960 vergebenen Nummern zwischen 9000 und 9099.

Das älteste derzeit im Fahrgasteinsatz stehende U-Bahnfahrzeug ist jetzt der DT-2.1. Diese Züge wurden 1962 in Dienst gestellt und sind somit bereits 29 Jahre alt. Auch bei diesen Zügen muss man bald über die weitere Verwendung nachdenken, da sie ihre Lebenserwartung ebenfalls erreicht haben. Die jüngeren Vertreter dieser Gattung wurden bereits modernisiert und bleiben noch etwa zehn Jahre im Einsatz.

Die neuen DT-4 werden hauptsächlich auf der U2 eingesetzt, selten auf der U1.

Zu den DT-4.1 bleibt noch anzumerken, dass die beiden Einheiten 129 und 130 von der Stadt Norderstedt finanziert wurden und ihr somit gehören. Sie laufen, ähnlich wie bis 1969 die Staatswagen, freizügig im gesamten Streckennetz. Die drei ersten Einheiten wichen in einigen technischen Punkten noch von den nachfolgenden Serienfahrzeugen ab, können somit als Prototypen angesehen werden. Sie wurden zwischenzeitlich den späteren Serienwagen angeglichen. Einige Einheiten erhielten zusätzlich einen Stadtteilnamen. Die Namen lauten:

103 Klostertor (seit 1989)
104 St. Georg (seit 1989)
105  Borgfelde (seit 1989)
115 Eimsbüttel (seit 1990)
116 Lokstedt (seit 1990)
117 Niendorf (seit 1990)
130 Norderstedt (seit 1999)


Letzte Arbeiten an den neuen Zügen für den Fahrgasteinsatz

Neue U-Bahnfahrzeuge: Der DT-4.1

    Fahrzeugnummern 101 - 130
120 Wagen = 30 Einheiten Beschaffungszeitraum: 1989-91
Gesamtbestand: 30 Einheiten    


Ein DT-1 in seinen letzten Einsatzjahren

Der Fahrzeugtyp DT-1
Im Februar 1958 wurden die ersten Doppeltriebwagen dieses Typs in Dienst gestellt. Bis Sommer 1959 waren alle Einheiten ausgeliefert. Sie wurden keineswegs alle einheitlich gebaut, es lassen sich grob betrachtet vier verschiedene Varianten beobachten, die sich aber hauptsächlich nur im Wageninneren unterscheiden. Zwar waren dies in der Beschaffungszeit sehr moderne und technisch gute Züge, doch war man mit dem Strombedarf alles andere als zufrieden. So ist es kein Wunder, dass diese bei Personal und Fahrgästen beliebten Züge schon bald nur noch in der HVZ oder bei Bedarf eingesetzt wurden. Einige Zeit wurden sie sogar komplett abgestellt und erst nach und nach wieder reaktiviert. Mit der Beschaffung des DT-4 waren diese Züge endlich überzählig und konnten ausgemustert werden. Bereits 1987 wurden die ersten Einheiten ausgemustert.

[Schon 1989 begann die Verschrottung im Hamburger Hafen und kam 1994 in Frankreich zum Abschluss. Einige Einheiten aber blieben erhalten, sei es als Arbeitszüge oder zu musealen Zwecken. 2014 sind noch drei Einheiten erhalten, davon eine fahrbereit.]

 

Die eingesetzten Baureihen bei der Hamburger U-Bahn 1991

Baureihe DT-2
Noch viele Fahrzeuge dieses Typs befinden sich im Einsatz. Nur die Unterbauarten DT-2.1, DT-2.2 und DT-2.3 sind lediglich teilertüchtigt.
Sie haben die Fahrzeugnummern 601 - 665
Baureihe DT-2E
Die Unterbauarten DT-2.4 und DT-2.5 wurden ertüchtigt. 
Nummernkreis 671-791.
Baureihe DT-3
Die dreiteiligen Triebzüge nutzen die Nummern 801 - 930
Baureihe DT-3 LZB
6 Einheiten, gebaut 1971, 1981 zu LZB-Zügen umgebaut
Der Nummernkreis 921 - 926
Baureihe DT-4
Die vierteiligen Züge nutzen die Nummern 101 bis 130.

 

9. September 1991 U-Bahn nach Norderstedt
Mit einem symbolischen Ersten Spatenstich wurde in Norderstedt der U-Bahnbau begonnen. Die Strecke wird zum größten Teil oberirdisch auf der Trasse der bisherigen Alsternordbahn verlaufen und im neuen Zentrum von Norderstedt enden. Bereits 1992 soll die Strecke fertig sein. Die ANB soll entsprechend verkürzt werden.

1992

 

1993

1993 Hoisbüttel barrierefrei
Der Zugangsbereich der Station Hoisbüttel ist umgebaut worden. Neu ist ein weiterer Zugang in der Bergstedter Chaussee Richtung Hamburger Stadtgrenze sowie ein Aufzug zum Bahnsteig. Damit ist diese Station barrierefrei geworden. Als nächstes ist die Komplettmodernisierung der Station Dehnhaide vorgesehen.

29. September 1993
An der Station Baumwall wurden zwei Aufzüge in Betrieb genommen. In diesem Zusammenhang wurde der Viadukt nach Landungsbrücken umfassend saniert und die Station Baumwall mit einem zweiten Zugang versehen. Dieser Zugang spannt sich in Form einer Brücke von der Elb-Promenade bis zum Gruner+Jahr-Verlagshaus.

1993 Erste DT-2 ausgemustert
Die Hochbahn trennte sich in diesem Jahr von den Zügen der Bauart DT-2.3, die bislang nicht modernisiert wurden. Sie entstanden 1964 und waren in technischer Hinsicht Einzelgänger. Nach den DT-1ern ist dies die erste Ausmusterungswelle von DT-2ern. Die Ausmusterung wurde durch die erneute Beschaffung von DT-4ern möglich. Alle weiteren vorhandenen DT-2E werden noch einige Jahre im Einsatz bleiben. Sie sind auf der U2 und der U3 heimisch.

1994

Mai 1994 Borgweg und Dehnhaide barrierefrei
Nach umfassenden Umbauten zeigt sich die Station Borgweg jetzt barrierefrei. Der Zugangsbereich wurde hierbei aber behutsam restauriert und zeigt sich weiterhin im Zustand von 1955. Neu hingegen ist ein Aufzug zum Bahnsteig. Auch der Bahnsteigbereich wurde komplett erneuert. Zusätzlich erhielt der Bahnsteig ein transparentes Glasdach. Die Umbauten fanden mit Absprachen und Empfehlungen der benachbarten Winterhuder Werkstätten statt. 

Im gleichen Zeitraum wurde auch die Station Dehnhaide komplett erneuert. Hierbei handelt es sich faktisch um einen Neubau, denn nur der Viadukt als Unterbau blieb erhalten. Die alten offenen Seitenbahnsteige wurden komplett neu aufgebaut und mit einer geschlossenen Bahnsteighalle versehen. Zusätzlich wurde die Zugangshalle erneuert und mit Aufzügen ausgerüstet. Die Torsituation an der Dehnhaide-Kreuzung wurde historisch-korrekt restauriert.


Historisches Tor in neuer Station: Dehnhaide

29. Mai 1994
Mit Beginn des Sommerfahrplans wird der Zugverkehr auf der U1 gestrafft. Hierzu wird die Streckenhöchstgeschwindigkeit auf einigen Abschnitten von 70 auf 80 km/h angehoben. Es sind dies die Strecken Lattenkamp - Ochsenzoll und Volksdorf - Ahrensburg-West. Sowohl die DT-3-Züge wie auch die neuen DT-4 können dieses Tempo erreichen. Zusätzlich wird in Volksdorf künftig auf das An- und Abkuppeln von Zugteilen verzichtet. Um das Sicherheitsgefühl für die Fahrgäste in den Abendstunden zu steigern, werden vermehrt die modernen Züge des Typs DT-4 auf der U1 eingesetzt. Die Hochbahn beschafft laufend weitere Züge, die bisher schon zahlreich auf der U2 laufen.


Laufend kommen neue DT-4 aus Salzgitter

Mai 1994 Sterne auf dem Bahnsteig
1991 stellte die Hamburger Kunsthalle im Kuppelsaal eine Gemeinschaftsarbeit der Künstler Stephan Huber und Raimund Kummer vor. Die beiden Bildhauer hatten dort ihr "Firmament" installiert: gebogene und blau getönte Gläser hingen gleich herabstürzenden Himmelsstücken von der Decke hinab, während über den Boden verstreut fünfstrahlige Sterne lagen. Ihre Zacken waren teilweise gebrochen; ihre gusseiserne Schwere erinnerte an Meteoriten. Nun fand die zwischenzeitlich abgehängte Installation eine neue Heimat: In unmittelbarer Nachbarschaft zur Kunsthalle wurde sie in einer der unbenutzten Bahnsteigtunnel der Station Hauptbahnhof-Nord neu aufgebaut. Seitdem verteilen sich die über hundert Sterne über die gesamte Länge des Bahnsteiges hinweg. Die sieben Himmelsstücke stürzen nun im Ostteil der Röhre aus allen Wolken und geben dem Fall eine eindeutige Ost-West-Richtung. Die Bahnsteighalle wurde 1968 fertig gestellt und sollte eigentlich der U4 (Lurup - City-Nord) dienen. Doch wurde dieses Projekt nach 1974 nicht weiter verfolgt, womit diese Bahnsteigröhre bis auf Weiteres keine Funktion für die U-Bahn haben wird. 


Hauptbahnhof Nord: Sterne auf dem Bahnsteig

1994 Rathaus im neuen Gewand
Die Tunnelstation Rathaus wurde umfassend renoviert. Die alten grauen Fliesen aus den 60er Jahren wurden von neuen weißen und roten Fliesen abgelöst. Ebenso erhielten die beiden Zugangshallen am Rathausmarkt ein neues Aussehen. Leider wurde die historische Bausubstanz von 1912 bereits 1965 entsorgt. Damals waren die Zugangshallen mit wertvollen Majolika-Fliesen ausgestattet. Aber 1965 wollte man alles ganz modern haben und legte keinen Wert auf die historische Bausubstanz.

Ende 1994 Förderverein zur Erhaltung historischer U-Bahnwagen e.V.
Auf Bitten der Hochbahn trat der VVM vier alte Hochbahnwagen ab. Sie gingen in den Besitz der Hochbahn zurück, um sie weiterhin im Rahmen ihrer Unternehmensgeschichte der Nachwelt zu erhalten. Neben den beiden fahrbereiten T-Wagen 220 und 11 sind dies je ein TU-1- und TU-2-Wagen, die noch auf ihre Aufarbeitung warten. Der VVM hatte diese Wagen 1971 von der Hochbahn erworben, nachdem sie 1969/70 aus dem Betriebsalltag verschwanden.
Die Hochbahn und einige Verkehrsfreunde gründeten Anfang 1994 hierzu eigens einen Förderverein, der diese wertvollen Fahrzeuge in seine Obhut nehmen soll.
Die Hochbahn ihrerseits bringt den Wagen 18 ein, der 1970 ausgemustert wurde und inzwischen eine Odyssee über Berlin hinter sich hat und 1991 wieder in Hamburg eintraf. Zusätzlich gibt es noch drei DT-1, die 1991 abgestellt wurden. Zwei von Ihnen sollen ebenfalls zu gegebener Zeit wieder hergerichtet werden.


Die beiden fahrfähigen Museumswagen der Hamburger U-Bahn: Wagen 11 und 220.

1995

1995 Tennisbahnhof Hallerstraße
Aufgrund von Feuchtigkeitsschäden entschloss sich die Hochbahn zu einer Grundrenovierung der Station Hallerstraße. Die Hintergleiswände erhielten eine Vorhangfassade aus Blechpaneelen, die farblich an den alten Fliesen orientiert wurden. Zusätzlich wurden die Vorhallen umfassend erneuert. Das Thema Tennis fand Einzug auf dem Bahnsteig: Der Bahnsteigbelag wurde mit einem Tennisplatz verziert. Hallerstraße war neben Emilienstraße die letzte Station, die noch die originalen Wandfliesen aus Vorkriegszeiten besaß. So ist nur noch Emilienstraße übrig.


Tennisplatz auf dem Bahnsteig: Hallerstraße

Mai 1995 DT-3E
Nachdem in den vergangenen Jahren ein erheblicher Teil der DT-2-Züge ertüchtigt wurde, erfolgt nun die Ertüchtigung des Typs DT-3. Auch hier werden die Züge an einer neuen Stirnfront erkennbar sein, die entfernt an den DT-4 erinnern soll. Es sollen vornehmlich die älteren Einheiten dieses Typs ertüchtigt werden. Die neueren Vertreter hingegen sollen ausgemustert werden.


Ein aus einem serienmäßigen DT-3 entstandener DT-3E

Weitere DT-4 geliefert
Seit 1993 hat die Hochbahn 20 Einheiten des Typs DT-4.2 erhalten. Sie sind mit dem DT-4.1 weitgehend baugleich. Einziger offensichtlicher Unterschied sind die härteren, dafür aber vandalismusresistenten Sitze.
DT-4er kommen hauptsächlich auf der U2 und in zunehmenden Maße auf der U1 zum Einsatz. Somit kam das 1971 festgelegte Einsatzgefüge der Hamburger U-Bahn durcheinander: Damals wurde festgelegt, dass die DT-3er grundsätzlich und ausschließlich auf der U1 eingesetzt werden, während die DT-2er nur auf der U2 und U3 heimisch wurden. 

Neue U-Bahnfahrzeuge: Der DT-4.2

    Fahrzeugnummern 131 - 151
84 Wagen = 21 Einheiten Beschaffungszeitraum: 1994/95
Gesamtbestand: 51 Einheiten    

1995 
Die Station
Farmsen wurde umfassend erneuert: Am Westende wurde ein neuer Zugangsbereich gebaut. Zusätzlich wurden Aufzüge installiert, womit dieser Bahnhof barrierefrei geworden ist. Auffallend ist die neue Bahnsteigüberdachung, die im Bereich der Brücke über der August-Krogmann-Streße eine Glasraupe erhielt.

In Kiekut wurde der 1954 errichtete schlichte Zugangsbau abgerissen und seit 1994 durch ein neues Zugangsbauwerk ersetzt. 

Am 23. Mai 1995 wurden an der Dehnhaide zwei Aufzüge in Betrieb genommen. Somit ist auch diese Station als barrierefrei anzusehen.

1996

1996
Die Station
Feldstraße erhielt eine neue Verkleidung der Hintergleiswände. Die alten ockerfarbenen und braunen Fliesen wurden von weißen Fliesen abgelöst. Auf den Fliesen sind drei Wellenlinien in den drei Grundfarben Blau, Rot und Gelb dargestellt.

1996
Die Station
Mönckebergstraße wurde umfassend renoviert. Die letzte Erneuerung erfolgte Mitte der 60er Jahre. Bei dieser Maßnahme erhielt der Bahnsteigbereich blau geflieste Wandflächen. Jetzt ist ein helles Grau der vorherrschende Farbton.

29. September 1996

U1 Norderstedter U-Bahn fertig
Garstedt - Norderstedt Mitte eröffnet

Mit einem Volksfest wurde die neue U-Bahnstrecke von Garstedt bis Norderstedt-Mitte eingeweiht. Die weitgehend oberirdisch verlaufende Strecke erhielt zwei Stationen. Richtweg erhielt zwei Seitenbahnsteige. Norderstedt-Mitte hingegen erhielt einen Mittelbahnsteig, der sich nach Norden in zwei Mittelbahnsteige aufspaltet. Zwischen den beiden Bahnsteigen befindet sich das Gleis der Alsternordbahn, so dass nun erstmalig ein direktes Umsteigen zur U-Bahn möglich ist. Um den Bahnhof herum entstand seit Anfang der 90er Jahre in neues Stadtzentrum dieser 1970 gegründeten Gemeinde. Die Strecke wird von der U1 bedient. Sie ist bereits seit langem die längste U-Bahnlinie Kontinental-Europas.


Bahnsteiggleicher Übergang zur Alsternordbahn


Das Streckennetz mit der neuen Norderstedter U-Bahn

5. Dezember 1996 Infoscreen
In einem Zug der Bauart DT-4 wurden Fernsehbildschirme eingebaut, über die ein Fahrgastfernsehen ausgestrahlt werden kann. Neben den nächsten Stationen gibt es dort Nachrichten, Verkehrsmeldungen, das Wetter und Werbung. Mittelfristig sollen alle DT-4 entsprechend ausgerüstet werden. Die Bilddaten kommen von einem bordeigenen Rechner, der die aktuellen Daten täglich bekommt. Bereits seit Sommer des Jahres gibt es von dem gleichen Unternehmen auf einigen Bahnhöfen Großbildprojektoren, die ein ähnliches Programm auf eine weiße Fläche im Hintergleisbereich projizieren können.

1996 Gütergleis nach Ochsenzoll aufgegeben
Nachdem die Hochbahn ihr Oberbaulager von Ochsenzoll nach Ohlsdorf verlegt hat, wird das Gütergleis neben der Langenhorner Bahn nicht mehr benötigt. Da auch der Ochsenzoller Güterbahnhof nicht mehr existiert, finden Zuggfahrten dorthin nicht mehr statt.

1997

März 1997
Die Hochbahn geht ins Internet. Auf www.hochbahn.com kann man erstmalig Informationen über die Hochbahn erhalten.


Die Internet-Präsenz www.hochbahn.com noch in den Kinderschuhen

1997 DT-4 mit elektrischen Türen
Die Hochbahn bekommt neue Züge des Typs DT-4. Auffallender Unterschied ist das etwas lautere Anfahrgeräusch, bedingt durch eine geänderte Steuerung, welche im Klang an eine Kreissäge erinnert. Die Fahrgasttüren werden nicht mehr per Druckluft, sondern elektrisch angetrieben, weshalb sie sehr leise sind.

Neue U-Bahnfahrzeuge: Der DT-4.3

    Fahrzeugnummern 152 - 171
80 Wagen = 20 Einheiten Beschaffungszeitraum: 1995/97
Gesamtbestand: 71 Einheiten    

 

Baureihe DT-2
Von diesen Zügen sind nur noch wenige Exemplare erhalten. Sie sollen mittelfristig ausgemustert werden. Sie haben die Fahrzeugnummern 601 - 650
Baureihe DT-2E
Die Unterbauarten DT-2.4 und DT-2.5 sind ertüchtigt und noch recht zahlreich im Einsatz. 
Der Nummernkreis lautet 671-791.
Baureihe DT-3
Die dreiteiligen Triebzüge nutzen die Nummern 801 - 932
Sie werden gegenwärtig ertüchtigt und nur noch wenige Exemplare dieses Ursprungstyps sind vorhanden.
Baureihe DT-3 LZB
6 Einheiten, gebaut 1971, 1981 zu LZB-Zügen umgebaut
Der Nummernkreis 921 - 926
Baureihe DT-3E
Die meisten der noch vorhandenen DT-3er wurden ertüchtigt. Sie behielten ihre originalen Fahrzeugnummern.
Baureihe DT-4
Die vierteiligen Züge nutzen die Nummern 101 bis 171.

 

1997 Emilienstraße erneuert
Die Station Emilienstraße wurde renoviert. Sie erhielt eine neue Hintergleisverkleidung in Grüntönen. Emilienstraße war der letzte Bahnhof, der noch originale Fliesen aus der Vorkriegszeit besaß. Sie stammten von 1913. 

1997
Die HOCHBAHN installiert auf allen Bahnhöfen neue Zugzielanzeiger, die in der Lage sind, die Abfahrtszeiten des kommenden Zuges in Ist-Zeit anzuzeigen. Zusätzlich können aktuelle Hinweise und Verkehrsmitteilungen angezeigt werden.


Die neuen Zugzielanzeiger

1998

Juli 1998 Neue Brücken
Die Hochbahn wird in den Jahren bis 2010 rund 600 Millionen DM in den Neubau von zahlreichen Brücken und Viadukten investieren. Sie sieht diese Ausgaben als erforderlich an, da viele Bauwerke bereits 90 Jahre alt sind. Man möchte Londoner Verhältnisse vermeiden, wo viele Jahre nur das Nötigste getan wurde und nun ein enormer Investitionsstau entstanden ist, der sich mit massiven Betriebsstörungen zeigt. Im Einzelnen sollen zunächst die Viadukte am Rödingsmarkt erneuert werden. Dann folgen Dehnhaide und später die Walddörferbahn.

August 1998 Kajenbrücke
In der ersten Augustwoche wurde die Brücke Kajen ausgetauscht. Sie befindet sich zwischen dem Rödingsmarkt-Viadukt und der Binnenhafenbrücke im Zuge der U3.

1998
Es wurden weitere Züge des Typs DT-4 beschafft. Sie sind mit den Vorgängern der Unterbauart DT-4.3 baulich und technisch identisch.  

Neue U-Bahnfahrzeuge: Der DT-4.4

    Fahrzeugnummern 172 - 186
60 Wagen = 15 Einheiten Beschaffungszeitraum: 1998-2000
Gesamtbestand: 86 Einheiten    

1999

 


Schon immer bezeichneten die Hamburger die HHA als die "Hochbahn", während die Hochbahn selber sich als HHA sah. Das ist nun vorbei: Man nennt sich nun endlich selbstbewusst "HOCHBAHN" und passt das Firmenlogo entsprechend an.

 

April 1999 Neue Brücken für den Rödingsmarkt
Die Hochbahn beginnt mit den Fundamentarbeiten für einen 260 Meter langen Viadukt. Bis zum Jahr 2000 soll die gesamte Hochbahnstrecke abgerissen und komplett neu aufgebaut werden. Hierzu wird die Strecke für einige Wochen komplett gesperrt. Der alte Viadukt stammt aus der Zeit um 1910 - 12.

Juni 1999 St.Pauli in neuem Design
Die Station St. Pauli wurde modernisiert. Sie erhielt am Nordende einen komplett neuen Zugang auf dem Heiligengeistfeld. Zusätzlich wurden die Hintergleisflächen mit neuen Blechpaneelen versehen, die in Abblidungen das Thema Reeperbahn und Dom aufgreifen. Zusätzlich wurde ein Aufzug eingebaut.

2000

8. Mai 2000 Brückenschlag Rödingsmarkt
Die U3 ist von diesem Tag an bis 28. Mai unterbrochen. Grund ist der komplette Austausch der Viadukte auf dem Rödingsmarkt zwischen der Ost-West-Straße und der Brücke über den Kajen.

12. September 2000 Der Partyzug HANSEAT
Die Hochbahn hat einen der letzten abgestellten DT-1-Züge zu einem Partyzug umgebaut. Der "Hanseat" erhielt eine Bar, sowie ein WC, Musikbeschallungsanlagen und eine Tanzfläche. Zum zweiten Wagen wurde ein Übegang geschaffen. Der zweite Wagen blieb weitgehend im Originalzustand des letzten Einsatzes erhalten. Äußerlich erhielt er die Lackierung, mit der er 1958 in Dienst gestellt wurde. Er kann von Vereinen, Firmen und natürlich auch von Privatpersonen für Feiern gemietet werden. Die letzten Züge dieser 1958 gebauten Baureihe wurden 1991 abgestellt und zum größten Teil verschrottet. 

Zwei weitere Einheiten dieses Typs sind ebenfalls noch erhalten: Sie stehen auf einem Kehrgleis und zumindest einer soll eines Tages ebenfalls wieder betriebsbereit hergerichtet werden. Der zweite Zug wird wohl Ersatzteilspender werden. Neben diesen Zügen stehen dort noch je ein TU-1- und TU-2-Wagen sowie der Wagen 18, ein T-Wagen von 1912, den die Hochbahn um 1991 zurückerworben hat. Der Wagen 18 wurde 1970 an eine Privatperson verkauft und in Buchholz hinterstellt. Als dieser das Interesse an dem Wagen verlor, verkaufte er ihn an das Museum für Verkehr und Technik in Berlin. Dort aber gab es keine geeignete Abstell- oder Ausstellungsmöglichkeit, weshalb der Wagen auf dem Gleisnetz der Berliner U-Bahn abgestellt wurde. Auch dieses Museum hatte später keine Verwendung für ihn und bot ihn der Hochbahn für ein eigenes Museum an. Und so kam der Wagen wieder nach Hamburg.


Der HANSEAT, Hamburgs Party-U-Bahn

2001 

7. März 2001 Zug entgleist
An der Station Schlump ist eine U-Bahn entgleist. Zu diesem Zeitpunkt fanden dort Bauarbeiten statt und ein Gleis war entfernt worden. Da eine Weiche falsch gestellt war, fuhr der Zug über das Gleisende hinaus in die Baustelle. Zu Schaden kam niemand, der Zug konnte mit technischer Hilfe binnen weniger Stunden geborgen werden.

27. Mai 2001 Brückenschlag 2001
Zwischen Barmbek und Mundsburg wird der U-Bahnverkehr für etwa vier Monate gesperrt. Im Rahmen des Projektes "Brückenschlag 2001" wird die Hochbahn 54 Brücken und Viaduktteile durch Neubauten ersetzen. Hierzu zählt auch der Viadukt auf dem Barmbeker Markt. Zusätzlich wird die Station Hamburger Straße umfassend restauriert. Die Station Dehnhaide hingegen bleibt unangetastet, sie wurde erst 1994 durch einen Neubau ersetzt. Am 1. Oktober 2001 soll die Strecke wiedereröffnet werden.


Letzter Betriebstag auf dem alten Viadukt an der Dehnhaide


Diese interessante Brücke dient vom nächsten Tag an als bequeme Fußgänger-Verbindung vom Bahnhof Barmbek zu den Ersatzbussen, die zur Mundsburg pendeln. Die hochgezogene Zugbrücke wird dann heruntergelassen und das noch benötigte Gleis blockieren. [Ende September 2001 wurde die Brücke wieder abgerissen]

2001 Ertüchtigung DT-3E abgeschlossen
Seit 1995 wurden die Fahrzeuge des Typs DT-3 umfassend ertüchtigt. Dies wurde nötig, nachdem die Züge ihre Lebenserwartung erreicht und teilweise überschritten haben. Von den bis 1995 vorhandenen 128 Einheiten wurden 62 Einheiten umgebaut: Sie erhielten eine neue Front, sowie Fenster zwischen den Wagenenden. Auch der Innenraum wurde umfassend erneuert und zeigt sich in Weiß- und Rosatönen. Die sechs LZB-Züge erhielten lediglich ein abgespecktes Ertüchtigungspaket. Alle anderen Einheiten und auch die beiden seit Jahren abgestellten Drehstrom-Versuchszüge wurden ausgemustert. Nur eine Einheit des ursprünglichen Typs DT-3 bleibt erhalten. Er wird eines Tages als Museumszug sein Comeback feiern.


Der modernisierte Zugtyp DT-3, jetzt als DT-3E bezeichnet.

Mittlerweile wurden die DT-3er zu einem erheblichen Teil von der U1 verdrängt und laufen heute hauptsächlich auf der U3, wo sie früher nie liefen. Die Züge der Bauart DT-2E laufen hauptsächlich auf der U3 und selten noch auf der U2. DT-4er kommen auf der U1 fast ausschließlich und auf der U2 teilweise zum Einsatz.

Der Fahrzeugtyp DT-3
Im Jahre 1966 beschaffte die Hochbahn den Zugtyp DT-3.0 als Versuchsfahrzeug. Wenn er innerlich noch sehr dem DT-2 ähnlich war, unterschied er sich technisch erheblich von diesem Vorgänger: Man setzte wieder auf eine vollwertige Druckluftanlage als zweite Betriebsbremse und auf eine Vollmotorisierung, was diesem Fahrzeug erheblich agilere Fahreigenschaften bescherte. Ab 1968 wurde dieser Zugtyp in 126 Exemplaren geliefert und löste die Vorkriegswagen ab. Ab 1971 war die U1 für Jahrzehnte die Hochburg dieser Züge. 1979/82 wurden zwei Einheiten dieses Typs modernisiert und mit Drehstromtechnik ausgerüstet. Dies war ein Versuch für einen möglichen Folgetyp. 1982 wurden sechs Einheiten mit LZB-Technik ausgerüstet. Alle übrigen Einheiten blieben, bis auf kleine kosmetische Korrekturen, bis Mitte der 90er Jahre auf der U1 im Einsatz. Es war der Zeitpunkt, wo die Ertüchtigung der letzten DT-2 zum Abschluss und die DT-3 nun auch in die Jahre kamen. Man entschloss sich, gut die Hälfte aller DT-3-Fahrzeuge mit neuem Innenleben und modernen Fronten zu versehen. Die andere Hälfte hingegen, vor allem die jüngeren Züge, sollten ausgemustert werden. Die jüngeren deshalb, da sie durchweg in schlechterem Zustand waren als die älteren Einheiten. Im Jahre 2001 wurde die letzte originale DT-3-Einheit aus dem Fahrgasteinsatz genommen.

Während 62 Einheiten zum DT-3E modernisiert wurden, wurden alle anderen noch vorhandenen Original-Einheiten ausgemustert und verschrottet. Lediglich eine Einheit blieb erhalten und ist abgestellt. Sie ist für einen musealen Einsatz bestimmt.

 


Auf der U2 laufen überwiegend DT-4er


Einige DT-2E sind auf der U2 und U3 noch im Einsatz, 
werden aber von den neueren Zügen allmählich verdrängt.

6. Oktober 2001 Verkehrshistorischer Tag
Nach Berliner Vorbild gibt es in Hamburg erstmalig einen sogenannten Verkehrshistorischen Tag. Verschiedene Vereine und Verkehrsunternehmen holen ihre einsatzfähigen Fahrzeuge aus den Depots und setzen sie im Fahrgastverkehr ein. Hierzu wurde eigens ein Fahrplan entworfen, so dass die Fahrgäste an verschiedenen Stellen einen direkten Umstieg haben. Die Hochbahn setzt beispielsweise den Hanseaten und den T-Zug (Wagen 11 und 220) ein. Sie pendeln zwischen Hauptbahnhof-Süd (U1) und Saarlandstraße über Jungfernstieg und Kellinghusenstraße. 
[Diese Veranstaltung erhielt einen derartigen Zuspruch, dass sie seither jährlich wiederholt wird. In Berlin hingegen findet der Verkehrshistorische Tag leider nicht mehr statt.]       


Der historische T-Zug an der Saarlandstraße

2002

2002 Letzte Plastikbomber
In diesem Jahr stellte die Hochbahn die letzten Exemplare der Bauart DT-2.1 und 2.2 ab. In Fachkreisen wurden diese Züge als "Plastikbomber" bezeichnet, wegen ihrer bis zuletzt vorhandenen harten Plastikschalensitze. Dies waren die letzten Züge, die noch das "klassische" U-Bahngesicht" hatten, nämlich die rote Front mit den drei Fenstern und den Rundscheinwerfern. Alle noch weiter im Einsatz befindlichen DT-2 haben mittlerweile eine neue Front erhalten und werden als DT-2E bezeichnet, auch sie werden mittelfristig abgestellt.


Seit den 60ern das klassische U-Bahngesicht

Der Fahrzeugtyp DT-2
Im Jahre 1962 stellte die Hochbahn die ersten Fahrzeuge dieses Typs in Dienst. Der DT-2 ist die Weiterentwicklung des DT-2.0, mit dem seit Ende 1960 zahlreiche Versuche gemacht wurden. Die dabei gewonnenen Erfahrungen flossen in diesen verbesserten Fahrzeugtyp ein. Der DT-2.0 hingegen wurde bereits 1964 abgestellt. Mit den Serien-DT-2 wurden keine Altbauwagen ersetzt, da diese Züge aufgrund der Streckenergänzungen nötig wurden. In 184 Exemplaren wurde er bis 1966 beschafft, wobei es innerhalb der einzelnen Lieferungen immer mal wieder Veränderungen gab. Die Hochburg dieser Züge waren über Jahrzehnte die Linien U2 und U3. Aufgrund ihrer anfänglich unbequemen Hartschalensitze waren die Züge bei den Fahrgästen nicht sonderlich beliebt. Erst bei späteren Lieferungen änderte man nach. Die Züge waren zwar relativ robust gebaut aber mit ihren Fahreigenschaften konnten sie nicht überzeugen. Daher entschloss sich die Hochbahn 1966 beim Folgetyp eine stärkere Motorisierung zu verwenden. Um 1978 begannen zahlreiche Versuche an diesen Zügen: So wurde die ZuFaSa-Technik an einigen Einheiten erprobt, was den Zugfronten eine sehr eigenwillige Optik verlieh. Ab 1984 wurden vor allem die jüngeren Züge umfassend ertüchtigt, da ihre prognostizierte Lebenserwartung von 25 Jahren bereits erreicht war. Die älteren Züge wurden hingegen nicht oder einige ab 1986 geringfügig ertüchtigt. Ab 1993 begann allmählich die Abstellung dieser Züge, da genügend neue DT-4 zur Verfügung standen. Zunächst verschwanden die nicht ertüchtigten DT-2.3. Ab Mitte der 90er folgten die frühen und nur teilertüchtigen Einheiten. Sie verschwanden zunächst von der U2, wo zunehmend der DT-4 heimisch wurde. Auf der U3 hingegen blieben sie bis Anfang der 2000er Jahre ein gewohnter Anblick, wurden dort aber zunehmend vom DT-2E und DT-3E verdrängt.

Die originalen DT-2 wurden komplett verschrottet. Einzig die Einheit 604 blieb erhalten. Sie soll zu einem späteren Zeitpunkt restauriert werden, so dass ein musealer Einsatz möglich ist.  Die DT-2E hingegen blieben noch einige Jahre im Fahrgasteinsatz.

 

Baureihe DT-2E
Die Unterbauarten DT-2.4 und DT-2.5 sind ertüchtigt und noch recht zahlreich im Einsatz. 
Der Nummernkreis lautet 671-791.
Baureihe DT-3E
Die meisten der noch vorhandenen DT-3er wurden ertüchtigt. Sie behielten ihre originalen Fahrzeugnummern.
Der Nummernkreis: 801 - 919.
Baureihe DT-3 LZB
6 Einheiten, gebaut 1971, 1981 zu LZB-Zügen umgebaut
Der Nummernkreis 921 - 926
Baureihe DT-4
Die vierteiligen Züge nutzen die Nummern 101 bis 186.

 

26. Mai 2002 S-Bahn wieder nach Aumühle
Nachdem die S-Bahngleise neu angelegt wurden, kann der S-Bahnverkehr zwischen Reinbek und Aumühle wieder eröffnet werden. Früher fuhren die Züge auf den noch nicht elektrifizierten Fernbahngleisen.

2003

8. Januar 2003 Neue U-Bahnlinie
Wie bekannt wurde, soll Hamburg eine vierte U-Bahnlinie bekommen. Die U4 wird die neu entstehende Hafencity mit der Innenstadt verbinden und am Rathaus in die U3 einfädeln. Von Barmbek aus soll die Linie wieder auf eigenen neuen Wegen über Steilshoop nach Bramfeld führen. Zwischen Rathaus und Barmbek nutzt die neue Linie die Gleise der U3, die im Rahmen eines geplanten Linientausches von Berliner Tor nach Barmbek geführt werden soll. Das Projekt in die Hafencity soll 250 Millionen Euro kosten und 2011 abgeschlossen sein. Die 1912 eröffnete Station Rathaus muss komplett umgebaut werden.

März 2003
Nach zwei Jahren Bauzeit ist der Umbau der Station Wandsbek-Markt und die Erneuerung des ZOBs abgeschlossen. Die Bahnsteighalle wurde behutsam restauriert, die wertvollen Hintergleiswände blieben erhalten, wobei einige Fliesen in einem aufwändigen Verfahren neu befestigt wurden.

1. April 2003 "Kippe aus!"
Die Hochbahn verfügt ein absolutes Rauchverbot in ihren Verkehrsmitteln. Es ist untersagt, in den Anlagen der Hochbahn, insbesondere auf den Bahnsteigen der U-Bahnstationen zu rauchen - das ist neu und gilt auch auf den oberirdischen Haltestellen. Rauchverbote sind nicht neu: Bereits seit 20. Januar 1964 darf in den Zügen nicht mehr geraucht werden. Heute unvorstellbar, gab es damals ausgewählte Wagen, in denen man in aller Ruhe rauchen durfte. Nicht selten wurden dabei versehentlich Brandlöcher in Kleidungsstücken mitfahrender Fahrgäste verursacht...

Bei der Straßenbahn galt das Rauchverbot bereits seit Anfang 1961, bei der S-Bahn hingegen erst seit Oktober 1973.
[Im Regional- und Fernverkehr der Deutschen Bahn hingegen wurde das Rauchverbot erst im September 2007 eingeführt]

Mai 2003 Neue Museumswagen
Die HOCHBAHN entschloss sich, zwei seit 1970 abgestellte Altbauwagen zu reaktivieren. Diese Arbeiten sind sehr aufwändig und kostenintensiv, da nicht nur das Äußere des Zuges, wie auch die Inneneinrichtung wieder in Ordnung gebracht werden muss, sondern auch die Technik voll funktionsfähig sein muss, und zwar so, dass sie einem öffentlichen Fahrgastverkehr gerecht wird. Der Zug wird aus einem 1951 entstandenen TU-1 und einem TU-2 von 1959 bestehen und soll zu besonderen Anlässen eingesetzt werden. Mit Hilfe der anderen erhaltenen Altbauwagen ließe sich so wieder ein "bunter Hochbahnzug" bilden, wie er in den 50er und 60er Jahren in Hamburg so typisch war. 


Der TU-2 nach Beginn der ersten äußeren Vorreinigung. Es bleibt noch viel zu tun. 
Bild: Jan Borchers

26. Juni 2003 Brückenschlag 2003
Die U2 ist bis 20. September zwischen Barmbek und Wandsbek-Gartenstadt gesperrt. Grund sind Instandsetzungsarbeiten an den Brückenbauwerken dieser Strecke. Zusätzlich wird die Station Habichtstraße modernisiert. Dieses Projekt ist Bestandteil des Brückensanierungsprogramms der Hochbahn, welches bis 2010 abgeschlossen sein soll.

2003 Der DT-4 geht mit der Zeit
Wiederum hat die Hochbahn neue Züge der Bauart DT-4 bekommen. Im Unterschied zu den bisherigen Zügen erhielten sie eine etwas modernere Optik: Neu sind Rundscheinwerfer und LED-Schlusslichter, sowie unter dem Führerstandsfenster der Schriftzug "HOCHBAHN", anstatt HHA. Die Lackierung wurde etwas dunkler gehalten. Im Inneren gibt es ein neues Fahrgastraumdesign, welches maßgeblich blau und in Edelstahloptik gehalten wurde. Technisch sind die Züge mit dem Vorgänger DT-4.4 identisch. Nur die letzten beiden Einheiten wurden technisch verändert und zeichnen sich durch eine sehr leise Antriebssteuerung aus, die nur noch als leises Rauschen wahr genommen wird. Aufgrund der Unterschiede können die letzten beiden Einheiten nicht mit den älteren Zügen gekuppelt werden.

Neue U-Bahnfahrzeuge: Der DT-4.5 und DT-4.56

    Fahrzeugnummern:  
92 Wagen = 23 Einheiten DT-4.5 187 - 209
8 Wagen = 2 Einheiten DT-4.56 210 und 211
Gesamtbestand: 111 Einheiten Beschaffungszeitraum: 2002 bis 2004

2004

10. Juli 2004 Brückenschlag 2004
Während der Sommerferien werden im Bereich Kellinghusenstraße und Lattenkamp einige Brücken erneuert. Hierzu wird die U1 bis 30. Juli in diesem Bereich gesperrt.

2. Oktober 2004
Bis zum 20. Oktober wird die U1 zwischen Farmsen und Volksdorf unterbrochen. Einige Brücken werden erneuert, hierunter auch die Brücke über die Eulenkrugstraße.

14. Oktober 2004
Die Gewerbetreibenden im Bereich Mönckebergstraße und Rathausmarkt fürchten um ihre Existenz, wenn der U-Bahnbau in die Hafencity los geht. Daher sucht man jetzt bei der Stadt nach Alternativen. Es besteht die Möglichkeit die U4 am Jungfernstieg beginnen zu lassen, anstatt am Rathaus. Auch ein Abzweig in der Station Hauptbahnhof-Nord ist im Gespräch. Insgesamt werden 34 Varianten untersucht.

12. Dezember 2004 Durchgehender Nachtverkehr, letzte DT-2E abgestellt
Mit Einführung des neuen Fahrplans werden in den Wochenendnächten die U-Bahnen ohne Unterbrechung fahren. Alle 20 Minuten fahren die Züge auf den Linien U2 und U3. Auf der U1 hingegen nur zwischen Ochsenzoll und Volksdorf. Zusätzlich fahren die meisten S-Bahnlinien und die wichtigsten Buslinien auf Hamburger Gebiet künftig auch durch. 

Die letzten noch im Einsatz befindlichen Züge der Bauart DT-2E wurden abgestellt. Einige Einheiten werden als Betriebsreserve erhalten bleiben und technisch weiterhin betriebsfähig gehalten.


Die letzten DT2 hatten eine erneuerte Front

Der Fahrzeugtyp DT-2E
Ab August 1984 kamen modernisierte Züge der Gattung DT-2E zum Einsatz. Sie entstanden aus Einheiten des DT-2.5 und nachfolgend dem DT-2.4 und entstanden um 1964-66. Vor allem äußerlich fielen sie durch ihre neue Front mit nur einer Scheibe auf. Sie waren, wie zuvor schon die DT-2, auf den Linien U2 und U3 heimisch. Ab Anfang der 2000er Jahre wurden sie auf der U2 vom DT-4 und der U3 vom DT-3E ersetzt.

Der Alltagseinsatz wurde Ende 2004 beendet. Die allermeisten Einheiten dieses Typs wurden verschrottet. Lediglich 15 Einheiten wurden behalten. Sie dienen seither der Betriebsreserve und kommen in besonderen betrieblichen Situationen zum Einsatz.

 

Eingesetzte Zugbaureihen bei der Hamburger U-Bahn Ende 2004

DT-3E
62 Einheiten, gebaut 1967 - 1971, ertüchtigt 1995 - 2001
DT-3 LZB
6 Einheiten, gebaut 1971, 1981 zu LZB-Zügen umgebaut
DT-4
111 Einheiten, gebaut seit 1988. Weitere Einheiten befinden sich im Bau.

15. Dezember 2004
Die U4 wird nun endgültig am Jungfernstieg beginnen. Die Geschäftsleute der Innenstadt atmen auf.  Die Strecke wird am Jungfernstieg die für die Altonaer U-Bahn bestimmten Gleisbetten nutzen.

2005

Juli 2005 U2 und U3 tauschen ihre Ostäste
In diesen Wochen beginnen am Berliner Tor umfangreiche Bauarbeiten. Grund ist der vorgesehene Linientausch, der zum Ziel haben soll, dass die Linien U2 und U3 ihre Ostäste tauschen werden. Bevor dies möglich ist, ist ein gründlicher Umbau der Tunnel- und Gleisanlagen westlich der Station Berliner Tor nötig. Bis 2009 soll der Umbau abgeschlossen sein, den die Hochbahn allein finanziert.

Beschaffung des DT-4 wird beendet
Die Beschaffung des Zugtyps DT-4 wird nach rund 17 Jahren abgeschlossen. Seither wurden 126 nach wie vor hochmoderne und ständig verbesserte vierteilige Einheiten dieses Typs beschafft. Die letzt gelieferten Züge erhielten eine etwas kontrastreichere Lackierung, in dem ein deutlich dunklerer Grauton gewählt wurde. An der Stirnfront haben diese Züge den Schriftzug "Hochbahn" erhalten, anstatt des bisher verwendeten "HHA"-Schriftzugs. Diese optische Überarbeitung ging einher mit einer vollkommen neuen Innenraumgestaltung. Die älteren DT-4er sollen nun äußerlich entsprechend modernisiert werden und ebenfalls den Hochbahn-Schriftzug erhalten. 

Die Beschaffung des Typs DT-4 ist abgeschlossen. Die Entwicklung geht nun zu einem dreiteiligen DT-5 hin, der für die U3 optimiert ist und den DT-3E ersetzen soll.


Ein DT-4.6 auf der U1

Neue U-Bahnfahrzeuge: Der DT-4.6

    Fahrzeugnummern:  
80 Wagen = 15 Einheiten 212 - 226  
Gesamtbestand: 126 Einheiten Beschaffungszeitraum: 2004/05

Inzwischen ist die Neuverteilung der U-Bahnzüge auf die einzelnen Linien abgeschlossen:

Eingesetzte Baureihen

DT-4  
DT-4  
DT-3E DT-4 (selten)

2006

23. Januar 2006 Teil-Linientausch
Nachdem der Zugverkehr am Berliner Tor für einige Tage wegen Bauarbeiten unterbrochen war, konnte er wieder aufgenommen werden. Allerdings wechseln die Richtung Osten fahrenden Züge am Berliner Tor die Linie. So fahren aus Niendorf kommende Züge der U2 grundsätzlich als U3 nach Billstedt weiter. Umgekehrt fahren die von Barmbek kommenden U3-Züge künftig nach Barmbek weiter.

In diesem Jahr wurde das 1999 eingeführte Logo geringfügig überarbeitet: Der Schriftzug ist nun etwas fetter.

 

2007

23. August 2007 Hamburgs vierte U-Bahnlinie im Bau
In der HafenCity wurde mit dem ersten Spatenstich der U-Bahnbau begonnen. Bis Ende 2011 soll die Strecke fertig sein.

September 2007
Baubeginn an der Station Überseequartier in der HafenCity.

November 2007
Die Hochbahn entschloss sich zu einer grundlegenden Modernisierung der Station Wartenau. Die Wände erhielten eine rote Wandverkleidung.


Wartenau im neuen Design

8. Dezember 2007 S-Bahn
Stade besitzt einen S-Bahnanschluss. Die S-Bahn nutzt zwischen Neugraben und Stade die vorhandenen Gleisanlagen der Fernbahn.

2008

Februar 2008
Baubeginn an der Station Lohsepark als zukünftiger Endbahnhof der U4.

1. Juli 2008
Die Hochbahn stellt zusammen mit Alstom in Salzgitter einen neuen Zugtyp für die Hamburger U-Bahn vor: den Typ DT-5. Hierbei handelt es sich um einen dreiteiligen Gelenkzug mit Wagenübergängen. Er ist optimiert für die Einsätze auf der U3, die zum Teil nur 90 Meter lange Bahnsteige hat. Diese Baureihe wird die noch vorhandenen Züge der Bauart DT-3E und die letzten Vertreter des DT-2 ablösen. Bei dem vorgestellten Zug handelt es sich um ein 1:1-Modell des Kopfendes aus Holz.

Juli 2008 VERA gräbt die erste Röhre für die U4.
An der zukünftigen Station Überseequartier hat die Schildfahrt für die erste Röhre begonnen. Hierbei handelt es sich um den zukünftig rechten Tunnel Richtung Jungfernstieg, der im Bereich Wexstraße eine Tiefe von etwa 40 Metern erreichen wird.

August 2008 Blaue Nächte
Anlässlich der Hamburg Cruise Days wurde für einige Tage der Hafenviadukt der Hochbahn in einem reizvollen Blau angestrahlt.

 

20. Oktober 2008 Erstmals wieder bunte Hochbahnzüge
Anlässlich des Verkehrshistorischen Tages setzen die Veranstalter einen neuen Museumszug ein: Einen Zweiwagenzug aus den Typen TU-1 und TU-2. 

Diese Wagen wurden 1970 aus dem Einsatz genommen und standen viele Jahre auf einem Abstellgleis, um sie eines Tages restaurieren zu können. 
Der TU-1 wurde als serienmäßiger T-Wagen der 12. Lieferung im März 1927 in Betrieb genommen. Der grün-gelb lackierte Wagen wurde bei den Gebrüdern Credé in Kassel gebaut und erhielt als Staatswagen die Wagennummer 324. Im Krieg wurde er beschädigt und war daher nicht mehr einsatzfähig. Im Rahmen des Wiederaufbaus der zerstörten Wagen wurde er als "B-Wagen" im Mai 1950 wieder in Betrieb genommen. Hierbei erhielt er einen neuen Wagenkastenaufbau aus Blech und wurde rot und beige lackiert. Zunächst behielt er noch seine alte Nummer. 1958 erhielt er die neue Nummer 8838 und die Typenbezeichnung TU-1. In dieser Form war der Wagen bis Mitte 1969 im Einsatz. Danach stand er auf dem Kehrgleis. Um 2003 wurde er zur Aufarbeitung in die Werkstatt geholt.
Der TU-2 wurde als serienmäßiger T-Wagen der 13. Lieferung im Januar 1929 in Betrieb genommen. Der ebenfalls grün-gelb lackierte Wagen wurde auch bei Credé in Kassel gebaut und erhielt die Wagennummer 392. Als solcher war er bis um 1959 im Fahrgasteinsatz, den Krieg überstand er unbeschadet. Anfang der 50er Jahre wurde er rot-beige umlackiert, behielt aber seine alte Nummer und nannte sich nun "A-Wagen", da er ja noch ein echter Vorkriegswagen war. Um 1959 beschloss die Hochbahn, alle noch erhaltenen A-Wagen ab der 1924 gebauten 9. Lieferung zu ertüchtigen. Darunter fiel auch der Wagen 392 als einer der letzt gebauten konventionellen Altbauwagen. Er erhielt eine neue Nirosta-Außenbeblechung, die nicht lackiert wurde, sowie eine neue rote Front. Die Türen wurden ebenfalls rot lackiert. So kam der Wagen mit der neuen Nummer 8762 wieder in den Einsatz und blieb dies bis Dezember 1970. Seine letzten Runden drehte er auf der damals neuen U22. Danach kam er auf das Kehrgleis, wo er bis etwa 2004 stand.

12 Dezember 2008 S-Bahn
Nach sieben Jahren Bauzeit wurde die S-Bahnabzweigstrecke zum Flughafen ("Hamburg-Airport") eröffnet. 

2009

6. Januar 2009 Eine Stadtbahn für Hamburg?
Seit längerer Zeit, im Grunde seit 1978, gibt es mehr oder weniger ernst gemeinte Überlegungen, die Straßenbahn wieder einzuführen, denn die Einstellung des Betriebes war stets umstritten. Bestandteil der Koalitionsverhandlungen zur letzten Bürgerschaftswahl war die Einführung einer "Stadtbahn". Nun hat der Senat offiziell bekannt gegeben, dass ab 2014 in Hamburg eine Stadtbahn verkehren soll. Der Bau soll 2012 zwischen Bramfeld und Winterhude begonnen werden. In einer 2. Baustufe soll diese Strecke bis Altona verlängert werden und später durch weitere Strecken ergänzt werden. Durch diese Pläne wird der weitere Netzausbau der U-Bahn auf lange Sicht in Frage gestellt.


Das derzeit geplante Stadtbahnnetz im Endausbau

12. Januar 2009
Die Strecke von Berliner Tor bis Jungfernstieg wurde für sechs Monate gesperrt. Grund sind Umbauarbeiten am Jungfernstieg, die im Zusammenhang mit der Einbindung der U4 stehen. Weiter wird der Linientausch am Berliner Tor nun baulich vollendet. Daher wird im Juni, wenn die Sperrung beendet ist, das U-Bahnnetz neu geordnet. Eigentlich gibt es seit Ende 2004 keine DT-2 mehr im Linieneinsatz. Die Hochbahn beschloss, die letzten Vertreter dieser Züge vorübergehend im Fahrgastverkehr einzusetzen. Somit kommen auf der U2 und U3 derzeit einige DT-2 wieder zum Einsatz.

29. Juni 2009 Linientausch
Nach Abschluss der Bauarbeiten am Berliner Tor und den Modernisierungsmaßnahmen am Jungfernstieg wurde nun der abschließende Linientausch durchgeführt. Dies bedeutet, dass die U2 jetzt von Niendorf kommend grundsätzlich nach Mümmelmannsberg verkehrt. Dementsprechend übernahm die U3 die Aufgaben der östlichen U2 von Berliner Tor nach Wandsbek-Gartenstadt.

Die seit Januar 2009 eingesetzten DT-2-Umläufe gehören nunmehr der Vergangenheit an. Einstweilen bleiben diese inzwischen betagten Züge als Betriebsreserve abgestellt. Ebenso werden die DT-3-LZB-Züge mittelfristig aus dem Betriebsalltag verschwinden. Das "klassische U-Bahngesicht" mit den drei Frontscheiben, welches über 40 Jahre das Bild geprägt hat, gehört nun der Vergangenheit an.


Der DT-3-LZB und...


...der DT-2E sind nun nur noch äußerst selten anzutreffen.

29. Juni 2009
Nach rund sechs Monaten ist die Haltestelle Jungfernstieg wieder in Betrieb. Die voran erwähnte Unterbrechung der Durchmesserstrecke zwischen Berliner Tor und Gänsemarkt wurde dazu genutzt, die Haltestelle Jungfernstieg barrierefrei auszubauen. Sie erhielt erhöhte Bahnsteige, zusätzliche Schrägaufzüge und eine neue Beleuchtungsanlage. Darüber hinaus wurden in den U4-Gleisbetten Gleise verlegt, die der neuen U4 ab 2012 dienen sollen.


Jungfernstieg in neuem Glanz


Das neue U-Bahnnetz ab Juli 2009

4. Juli 2009 Brückenschlag 2009
Im Rahmen den Projektes Brückenschlag 2009 wurde die U1 zwischen Volksdorf und Ohlstedt außer Betrieb genommen. Vier Brücken werden bis September ausgetauscht.

September 2009
In der Haltestelle Horner Rennbahn wurde damit begonnen, einen Aufzug einzubauen. Dieser Aufzug wird sich nahe dem Ostausgang befinden und auf das Straßenniveau führen. Weiterhin wird der Bahnsteig teilerhöht. Die Arbeiten sollen im Sommer 2010 beendet sein.

12. Oktober 2009 Umbau in Barmbek beginnt
In Barmbek beginnt der umfassende Umbau der gesamten Bahnhofsanlage. In erster Linie soll der Busbahnhof vollkommen verlegt werden. Die Arbeiten begannen zunächst mit der vorübergehenden Schließung und dem Abriss des 1959 eröffneten Zugangs am Wiesendamm.


Am nächsten Tag wurde dieser Zugang abgerissen.

13. Oktober 2009
Nach rund 14 Monaten Grabungszeit und Überwindung von etwa 2800 Metern erreicht die 650 Tonnen schwere Tunnelbohrmaschine VERA den Zielschacht in der Station Jungfernstieg.

13. Dezember 2009 Keine DT-3-LZB mehr
Wie bereits im Sommer angekündigt wechselten die DT-3-LZB-Züge nun in die Betriebsreserve. Hin und wieder tauchen diese Züge noch im Fahrgastbetrieb auf.

Eingesetzte Zugbaureihen bei der Hamburger U-Bahn Ende 2009

DT-3E
62 Einheiten, gebaut 1967 - 1971, ertüchtigt 1995 - 2001
Die Fahrzeugnummern lauten 801 - 910 (mit Lücken)
DT-4
126 Einheiten, gebaut seit 1988.
Die Fahrzeugnummern lauten 101 - 226. 
  Die Hochbahn verfügt als Betriebsreserve noch über 6 Einheiten des DT-3 LZB und über 15 Einheiten des DT-2E.

2010

4. Januar 2010 Zweite Röhre wird gegraben
In den letzten zwei Monaten wurde VERA am Jungfernstieg zerlegt und wieder in die HafenCity zurück gebracht, nachdem die erste Tunnelröhre fertig war. Nachdem sie in der HafenCity wieder zusammen gebaut wurde, begann nun die zweite Schildfahrt zum Jungfernstieg. Etwa Anfang 2011 soll die Maschine am Jungfernstieg eintreffen. 

10. Januar 2010 Wildschwein gegen U-Bahn
Zu einem Unfall der besonderen Art kam es abends gegen 19.30 Uhr, als ein Wildschwein auf der Walddörfer-Strecke zwischen Hoisbüttel und Ohlstedt mit einer U-Bahn zusammenstieß. Bei dem Aufprall löste sich ein Bauteil einer Kupplung, welches wenig später bei der Einfahrt in die Station Ohlstedt in eine Weiche fiel, in folge dessen ein Wagen des Zuges entgleiste. Personen wurden keine verletzt, das Schwein erlag seinen Verletzungen. In der 98-jährigen Geschichte der Hamburger U-Bahn ist dieser Vorfall einmalig.


Bild: Wikipedia

4. März 2010 DT-5, Hamburgs neue U-Bahn

22 Jahre nach Vorstellung des ersten DT-4 stellte die Hochbahn und der Hersteller Bombardier der Öffentlichkeit nun den Nachfolger DT-5 vor.
Hierbei handelt es sich um einen dreiteiligen Gelenkzug, der durchgehend begehbar ist. Er ist optimiert für den Einsatz auf der U3 mit seinen teilweise kürzeren Bahnsteigen. Im Frühjahr 2011 soll das erste Fahrzeug in Hamburg eintreffen. Nach und nach wird dieser Zugtyp bis 2015 die DT-3E komplett ersetzen. Ab 2012 soll dieser Zug auch auf der U4 eingesetzt werden.


Bild: Hochbahn

18. April 2010 Tag der Großbaustellen
An diesem schönen Apriltag konnten die Hamburger unentgeltlich die Projekte in der HafenCity begehen. Hierzu zählte auch die U4-Station Überseequartier.


Überseequartier im Rohbau am Tag der Großbaustellen

11. Mai 2010 Richtfest in der HafenCity
Die Station HafenCity Universität ist baulich fertig gestellt. Der technische Innenausbau kann begonnen werden. Die Station trug bis 2008 noch den Arbeitstitel "Lohsepark".

28. Mai 2010 Sperrung Binnenhafenbrücke
Nach längerer Vorbereitungszeit wurde am 28. Mai der Zugverkehr auf der U3 zwischen Rathaus und Baumwall unterbrochen. Grund ist der Abriss und Neubau der inzwischen 100 Jahre alten Binnenhafenbrücke nahe der Haltestelle Baumwall. Neben dem kompletten Brückenneubau soll auch der Zugangsbereich am Baumwall erneuert werden. Für den Zugverkehr sieht es so aus, dass die von Wandsbek-Gartenstadt kommenden Züge am Rathaus enden, dort ist im Börsentunnel ein Gleiswechsel vorhanden. Aus Richtung Barmbek über Schlump enden die Züge in St.Pauli. Jeder zweite Zug fährt über das falsche Gleis weiter bis Baumwall, um anschließend nach Barmbek zurückzufahren. In Landungsbrücken und Baumwall steht nur ein Streckengleis zur Verfügung. Die Haltestelle Rödingsmarkt ist geschlossen. Ein Schienenersatzverkehr wurde aufgrund der zahlreich vorhandenen Umfahrungsmöglichkeiten nicht eingerichtet. Am 3. Oktober soll die Sperrung aufgehoben und die neue Binnenhafenbrücke in Betrieb genommen werden.

6. Juli 2010 Brückenunfall Saarlandstraße
Dass ein LKW mit zu hohem Aufbau hin und wieder gegen eine Hochbahnbrücke fährt, ist nichts ungewöhnliches. Hochbahn-Techniker untersuchen dann die Brücke auf Schäden und geben sie in aller Regel danach wieder für den Zugverkehr frei. Nicht so am 6. Juli: Ein LKW fuhr mit recht hohem Tempo gegen eine der Brücken an der Saarlandstraße. Dies hat zur Folge, dass die Brücke komplett verzogen ist. Sie müsste ausgetauscht werden. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurde der Zugverkehr dauerhaft eingestellt. Glücklicherweise können die Züge über ein Nachbargleis (Gleis 3) umgeleitet werden, so das dies betrieblich keine Folgen hat. 2012 sollen ohnehin einige Brücken zwischen Barmbek und Kellinghusenstraße erneuert werden, wobei zwischen Barmbek und Saarlandstraße ohnehin einige Umbauten anstehen. Daher ist eine Reaktivierung des regulären Streckengleises (Gleis 4) von Saarlandstraße nach Barmbek bis dahin nicht vorgesehen.

4. Oktober 2010 Baumwall restauriert
Nach rund vier Monaten Vollsperrung zwischen Baumwall und Rathaus wurde der Zugverkehr auf der U3 wieder durchgehend aufgenommen. Vollkommen neu ist die Binnenhafenbrücke, die mit 50 km/h passiert werden kann. Die alte Brücke von 1910 gestattete nur 30 km/h. Bei dieser Gelegenheit wurde die Station Baumwall umfassend restauriert und mit einem weiteren Zugang versehen. Baumwall reiht sich nun neben Klosterstern, Mundsburg und einigen anderen ein in die Reihe der vorbildlich restaurierten historischen Stationen der Hamburger U-Bahn. 

22. November 2010 VERA hat's geschafft!
Am Abend um 22.11 hat VERA die zweite Tunnelgrabung von der HafenCity zum Jungfernstieg geschafft und den Zielschacht in der Binnenalster erreicht. Somit sind die beiden Tunnelröhren an das Bestandsnetz angeschlossen und der Tunnelrohbau beendet.

30. November 2010 CDU/GAL am Ende. Stadtbahn zu den Akten?
Nachdem die Schwarz-Grüne Regierungskoalition durch die Grünen für beendet erklärt wurde, hat Bürgermeister Christoph Ahlhaus das weitere Vorgehen an den Stadtbahnplanungen beendet. Er meint, dass man grundsätzlich über die Trassenführung (Bramfeld - Kellinghusenstraße) nachdenken müsse und dies der neuen Regierung überlassen solle, die am 20. Februar 2011 gewählt werden soll. Das seit Anfang November laufende Planfeststellungsverfahren wurde abgebrochen. 


So sollte die Stadtbahnhaltestelle Kellinghusenstraße aussehen.

12. Dezember 2010 Hamburger U-Bahn Platz 3
Stets hatte Hamburg nach Berlin das U-Bahnnetz mit der zweitlängsten Ausdehnung, wenn man die Streckenkilometer zu Grunde legt. Ab heute ist das anders: München hat die U-Bahnlinie U3 nach Moosach verlängert und damit in Streckenkilometer gerechnet das Hamburger U-Bahnnetz überrundet. Während Hamburg eine Netzlänge von etwa 101 Kilometern hat, weist das Münchner Netz nunmehr 103,4 Kilometer auf. In München wurde die erste U-Bahnstrecke im Oktober 1971 eröffnet. Seither wurde unablässig am Netzausbau gearbeitet. Voraussichtlich 2012 wird Hamburg wieder den zweiten Platz vor München einnehmen, wenn die U4 fertig wird. Wie lange Hamburg den 2. Platz dann halten kann, ist fraglich, denn in München gibt es weitere U-Bahnprojekte.

2011

Anfang 2011
Die U4 ist seit November 2010 im Rohbau vollendet. Auf weiten Teilen sind bereits die Gleise verlegt. Nun kann der Innenausbau beginnen, beispielsweise die elektrotechnische Ausstattung und die Schließung letzter Gleislücken. So wurden die U4-Gleise in der Station Jungfernstieg beispielsweise mit Stromschienen versehen. Es wurden bereits U-Bahnzüge auf diesen Gleisen gesichtet.

20. Februar 2011
Nachdem die Regierungskoalition von Seiten der GAL am 30. November aufgekündigt wurde, fanden nun die Neuwahlen statt. Sie führten zu einem Regierungswechsel, wodurch Olaf Scholz mit absoluter Mehrheit der SPD neuer Bürgermeister wurde. In dieser komfortablen Situation ist er nicht auf einen Regierungspartner wie die stadtbahnfreundliche GAL angewiesen. Er hat sich schon im Wahlkampf klar gegen die Stadtbahn ausgesprochen. Es ist nicht zu erkennen, dass er von diesem Aussagen abrücken wird. Daher kann man das Thema Stadtbahn in Hamburg als erledigt zu den Akten legen - zumindest für die nächsten 10 bis 15 Jahre. Es sei denn, es findet ein Umdenken statt - aber davon brauchen wir im Moment nicht ausgehen. Dafür möchte Scholz in den nächsten Jahren "Europas modernstes Bussystem" schaffen. Eine sehr fragwürdige Politik.   

22. Februar 2011 10 Jahre HANSEAT
Vor 10 Jahren wurde der Hanseat als erste Party-U-Bahn der Welt in Dienst gestellt (siehe Sept. 2000). Die Hochbahn hat sich für die Fahrgäste an diesem Jubiläumstag was ganz besonderes einfallen lassen: Sie setzte den Hanseaten aus diesem Anlass am Vormittag für einige Stunden auf dem Ring als ganz normalen Fahrgastzug ein. An Bord gab es Snacks und Getränke auf Kosten der Hochbahn. Der Hanseat wurde 1958 als einer von 50 Einheiten des Typs DT-1 in Dienst gestellt. 1991 wurde er ausgemustert, wurde aber nicht wie fast alle anderen Züge dieser Bauart verschrottet, sondern für museale Zwecke hinterstellt.

25. Februar 2011
Nach 1½-jähriger Bauzeit wurde der Wiesendamm-Zugang in Barmbek wiedereröffnet. Zugleich wurden die beiden neuen Aufzüge zu den U-Bahnsteigen wieder zur Benutzung freigegeben. Der Umbau ist Bestandteil einer kompletten Modernisierung der wichtigen Umsteigestation. Als U-Bahn- und Busfahrgast hat man nun wieder einen kurzen Weg zu den Behörden und zum Wochenmarkt - die Marktbeschicker wird es freuen.

26. April 2011
Für rund vier Monate wird die Haltestelle Uhlandstraße nicht bedient. Grund sind Arbeiten am Bauwerk. So soll die Vorhalle und die Bahnsteighalle restauriert werden. Vom 9. Mai an wird zusätzlich die Strecke von Mundsburg bis Berliner Tor für den Zugverkehr komplett gesperrt. De Sperrung ist nötig, um die Gleisanlagen und Viadukte zu erneuern. Am 29. August soll der Zugverkehr auf der U3 wieder aufgenommen werden. [Im Juli 2011 wurde die Verlängerung der Bauarbeiten bis zum 3. Oktober beschlossen]

6. Mai 2011 Keine Stadtbahn: Planungen beendet!
Nachdem im November die Planungen an der Stadtbahn vom seinerzeitigen Bürgermeister Ahlhaus zunächst gestoppt wurden, beschloss der Aufsichtsrat der Hochbahn, die Planungen in jeder Form einzustellen. Dies entspricht der politischen Linie nach den Neuwahlen, die die SPD mit absoluter Mehrheit gewonnen hat. Als Kompromiss strebt man nun die Schaffung von "Europas modernstem Bussystem" an, sowie die Erweiterung der U4 Richtung Süden.

19. Mai 2011 U4: Kein "Sprung über die Elbe"
In einer Bürgerschaftssitzung wurde die beabsichtigte Verlängerung der U4 ab HafenCity-Universität Richtung Wilhelmsburg mehrheitlich abgelehnt. Einzig die Verlängerung bis in die östliche noch geplante HafenCity gilt als sicher. Allerdings ist offen, wann die Strecke gebaut werden soll. Ebenso ist offen, wie die zukünftige Endhaltestelle heißen wird. Die Hochbahn befürwortet einen Baubeginn in 2013. 

27. Mai 2011
Im Semperhaus an der Spitalerstraße fand vor 100 Jahren die Gründung der Hamburger Hochbahn AG durch die Firmen Siemens und AEG statt.

18. September 2011 U4-Tunneltour
Die Hochbahn veranstaltet einen Tag des Offenen Tunnels. 2000 Hamburger wurden eingeladen, den neuen U4-Tunnel von der neuen Station Überseequartier zum Jungfernstieg zu durchlaufen. 


Der neue Röhrentunnel noch ohne Gleise

2. Oktober 2011
Vor 100 Jahren wurde mit ersten Probefahrten begonnen.

30. Oktober 2011 Uhlandstraße restauriert
Die Haltestelle Uhlandstraße wurde in den vergangenen Monaten komplett renoviert. Man orientierte sich am baulichen Zustand der Erbauungszeit. Außerdem wurde die Hochbahnstrecke von Mundsburg bis Berliner Tor ertüchtigt. An den Viadukten waren umfassende Sanierungsarbeiten nötig. Bereits seit 4. Oktober ist der Zugverkehr wieder aufgenommen. Nun wurde die Station Uhlandstraße wieder eröffnet.


Bahnsteighalle Uhlandstraße während der Sanierungsarbeiten im Juli 2011...


...und Ende Oktober nach der Wiedereröffnung


1. Dezember 2011 Erster DT-5 in Hamburg eingetroffen
Am frühen Abend traf auf dem Schienenwege der erste Zug des neuen Typs DT-5 in Hamburg ein. Er gelangte von der Güterumgehungsbahn aus über das Anschlussgleis auf den Lagerbahnhof Ohlsdorf, von wo aus am späten Abend die weitere Reise nach Barmbek in die Betriebswerkstatt führte.
[Grundsätzlich wurde der Zug von Arbeitsfahrzeugen geschoben, auch auf den Gleisen der U-Bahn. Erst in den Folgewochen fanden dann zunächst auf dem Prüfgleis in Farmsen und danach auch im Netz Fahrten mit eigener Kraft statt. Im November 2012 kam er erstmals in den Fahrgasteinsatz]


Gerade aus Salzgitter eingetroffen steht der neue DT-5 für wenige Minuten auf einem Gütergleis nahe Rübenkamp
Gleich wird er auf die Gleise der U-Bahn überführt.


Eine Stunde später in Barmbek: Zugfahrer bewundern den modernen Fahrer-Arbeitsplatz

 


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Die Jahre seit 2012

Die HOCHBAHN steht vor einem großen Jubiläum: 100 Jahre wird die U-Bahn alt. Doch im Jahre 2012 passiert noch mehr: eine neue U-Bahnlinie wird fertig und neue Züge gibts auch noch.

Die Jahre 2012 - 2014
Viel Prestige für eine neue Linie:
Eine sehr umstrittene neue Strecke.
Und moderne Züge. Und große Pläne.